Die Brücke in die eigenen vier Wände
Studien und Meinungsumfragen, die den Wissensstand der Deutschen beleuchten, sind doch immer wieder interessant – auch und vor allem für Leute wie uns, die sich tagtäglich mit derselben Materie befassen (Sie dürfen das ausnahmsweise mal „Fachidiot“ nennen). Heute erreichte mich diese Nachricht:
„Die Mehrheit der Deutschen kennt sich kaum mit Fördermöglichkeiten beim Immobilienerwerb aus. Wie die repräsentative Baugeldstudie 2010 des Vermittlers HypothekenDiscount zeigt, sind vor allem die gängigsten Unterstützungen wie KfW-Kredite und Wohnriester bekannt. Über finanzielle Unterstützung und preiswertes Bauland von Kommunen weiß jeder Dritte Bescheid. Gerade noch jeder Fünfte ist informiert, wenn es um verbilligte Kredite vom Arbeitgeber und der Kirche geht.“
Und hier die konkreten Zahlen. Auf die Frage „Welche Fördermöglichkeiten beim Immobilienerwerb kennen Sie?“ antworteten
- 42,4 Prozent der Befragten: KfW-Kredite
- 37,5 Prozent: Wohnriester
- 32,8 Prozent: finanzielle Unterstützung und preiswertes Bauland von Kommunen
- 20,6 Prozent: verbilligte Kredite vom Arbeitgeber
- 18,5 Prozent: verbilligte Kredite von der Kirche
- 25,1 Prozent: weiß nicht / keine Angabe
Das war dann doch eine Überraschung – wenngleich keine positive. Denn wir haben es ja mit einer besonderen Situation zu tun. Zum einen ist die Stimmung in der Gesellschaft von Unsicherheit geprägt, was sich auch in einem Trend zu Wohneigentum bemerkbar macht. Das sehen zu Recht viele Deutsche als sicherste aller Geldanlagen an. So steigen die Immobilienpreise. Zum anderen sind die Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau – nie in der Geschichte der Bundesrepublik war es billiger, an eine Hypothek zu kommen.
In die Lücke zwischen Eigenkapital und steigenden Preisen passen die Förderprogramme geradezu perfekt. Ob es Zuschüsse oder günstige Zinsen der KfW-Programme sind, (zum Teil stattliche!) Zuschüsse der Kommunen beim Grundstückskauf oder auch die RWE-Förderung für Wärmepumpen: Sie können genau die Brücke bauen zum Schritt in die eigenen vier Wände. Wenn man denn um sie weiß.
Wenn 42,4 Prozent der Befragten in dieser Studie die KfW-Programme kennen, dann heißt das: 57,6 Prozent kennen sie nicht! Noch dramatischer die Unkenntnis beim Wohnriester, der mittelfristig die Finanzierbarkeit von Wohneigentum unterstützt. Und vor allem bei den Programmen der Kommunen. Dass man in einigen Gemeinden deutlich billiger an Grundstücke kommen kann, dass Solaranlagen und andere regenerative Energien bezuschusst werden – das wussten zwei Drittel aller Befragten nicht! Ihnen gehen damit Chancen verloren, die so schnell nicht wiederkommen könnten.
Was das für uns bedeutet: Wir werden auf der Energiewelt immer wieder diese Chancen aufzeigen und Ihnen vorrechnen, welche Möglichkeiten Sie ergreifen können, um Wohn- und Lebensqualität zu gewinnen und für ein gutes Leben im Alter vorzusorgen. Nutzen Sie regelmäßig diese Informationsangebote. Aber wir haben auch eine Bitte an Sie: Erzählen Sie auch anderen von den Chancen, die sich bieten. Die könnten Ihnen ewig dankbar sein.
Herzlich,
Ihr Sven Rohde