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Kürzung der Förderung für Photovoltaik abgesagt

Die Bundesregierung will auf die Kürzung der Solarförderung zum 1. Juli verzichten. “Es wird keine Absenkung der Vergütung geben”, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Katherina Reiche, der “Financial Times Deutschland”. Die BNetzA wollte sich dazu bislang nicht äußern. Grund für den Verzicht ist, dass im Referenzzeitraum von März bis Mai außergewöhnlich wenig Solaranlagen neu gebaut und gemeldet wurden.

Bislang war es für den Betreiber einer Photovoltaikanlage rentabel, den erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Der Netzbetreiber wurde verpflichtet, die gesamte Menge des erzeugten Stroms aufzunehmen, entsprechende Kapazitäten zur Verfügung zu stellen und die gesamte Energie mit einem garantierten Preissatz über 20 Jahre hinweg zu vergüten. Ein lukratives Geschäft mit nicht immer positiven Folgen für die Verteilnetze!

Die seit 2009 sinkenden Systempreise hielten die Rendite solcher Investments immer auf akzeptablen Niveau – auch wenn die Einspeisevergütung um mehr als ein Viertel seitdem gekürzt wurde. Durch die geplanten Photovoltaik-Kürzungen zum Juli 2011 wäre die Rendite dieses Geschäftes jedoch zu stark nach unten korrigiert worden. Gerade für deutsche Hersteller hätte dies gravierende Folgen. Dies ist nun abgesagt worden.

Denn mit der Einspeisevergütung wäre auch die Vergütung des Eigenverbrauchs gekürzt worden. Gerade hier liegt die Chance der Photovoltaik in Zeiten der Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland. Um auch künftig die Zahl der Privatinvestoren hoch zu halten und die Stromerzeugung mit der Photovoltaik für den Haushaltsbereich weiterhin interessant zu machen, gewinnt die Variante des Eigenverbrauchs zunehmend an Bedeutung. Damit sollte ebenfalls die Nachfrage nach adäquaten Speichersystemen (Batterie) in Kopplung mit intelligenten Energiemanagementsystemen wie RWE SmartHome steigen.
Mit der Annahme stetig steigender Strompreise, ist es sinnvoller, den selbst erzeugten Strom auf dem Dach auch selbst zu verbrauchen.

Das Motto lautet: Jetzt einmal für 20 Jahre volltanken und unabhängig von Preisen und Netzen zu werden.

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admin am 16.06.2011 in Allgemein, Solarenergie

RWE Energieberatungen: Es geht los…!

Liebe Besucher von energiewelt.de,

auf unserer Startseite haben Sie es sicherlich schon bemerkt: Ab sofort bieten wir Ihnen die Möglichkeit, auf unserem Portal hochwertige, persönliche Energieberatungen zu buchen. Als standardisierte Beratungspakete, mit klar umrissenem Umfang und zu attraktiven Preisen.

In den letzten Wochen und Monaten haben wir viel Zeit damit verbracht, dieses Dienstleistungspaket mit unseren Partnern vom Deutschen Energieberaternetzwerk DEN e.V. auf die Beine zu stellen. Wir sind überzeugt, dass dies eine hervorragende Ergänzung zu den bestehenden Angeboten von energiewelt.de darstellt. Denn ganz ehrlich: die Umsetzung einer Energieeffizienzmaßnahme, die Analyse einer Bestandsimmobilie, die Planung eines effizienten Neubaus lässt sich eben nur bis zu einem bestimmten Punkt online durchführen. Doch irgendwann stößt das Internet – auch im Zeitalter von Web 2.0 – an seine Grenzen…! Zwar sind wir weiterhin davon überzeugt, dass energiewelt.de mit seinen Info-Bereichen, interaktiven Tools, Rechnern und Datenbanken, eine großartige Unterstützung darstellt, sich in das Thema Energieeffizienz einzuarbeiten, erste Hinweise zu erhalten und sein Vorgehen zu planen. Dazu gehören auch unsere kostenlosen Angebote, mit einem Energieberater per E-Mail oder telefonisch in Kontakt zu treten.

Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem man mit einem echten Experten, einem “Energieberater aus Fleisch und Blut” persönlich sprechen und seinen individuellen Fall diskutieren will. Der Experte soll sich vor Ort ein Bild von der Situation machen und am Objekt seine Vorschläge und Konzepte erläutern. Dazu stehen ab sofort unsere Partner vom DEN e.V. bereit!

Wir sind gespannt, wie unser Angebot von den Nutzern angenommen wird! Nachdem energiewelt.de bereits millionenfach besucht wurde hoffen wir, dass auch unsere “offline”-Angebote bei Ihnen ankommen! Es geht los…! Buchen Sie doch einfach Ihren persönlichen Energieberater

empfiehlt Ihr

Achim Schillak

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admin am 8.06.2011 in Allgemein, Energieberatung

Schalldämmlüfter: Endlich wieder ruhig schlafen!

Sie kennen das, wenn Ihr Haus direkt neben einer stark befahrenen Straße liegt: Sie wollen nachts ruhig schlafen, dabei aber nicht auf frische Luft verzichten. Nun hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder ich stelle das Fenster auf Kipp und werde in der Nacht vom nächstbesten Motorroller aus dem Schlaf gerissen oder die Luft wird irgendwann ziemlich stickig und am nächsten Morgen hat man einen dicken Kopf. Es stellte sich mir die Frage, wie ich frische Luft ins Schlafzimmer bekomme, ohne das Fenster aufmachen zu müssen. Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf der energiewelt auf einen interessanten Artikel zur dezentralen Wohnraumlüftung gestoßen.

Es gibt sogenannte Schalldämmlüfter, die bei geschlossenem Fenster dem Schlafraum Frischluft zuführen. Entweder auf der Wand installiert (hier ist eine Kernbohrung durch die Wand notwendig) oder Lösungen, die in den Fensterfalz eingebaut werden. Da eine Kernbohrung für micht nicht in Frage kam, habe ich mich für den Einbau in den Fensterrahmen entschieden. Und so lief die Installation ab:

1. Anfrage an einen Fensterbauer gestellt.

2. Aufmass, Berechnung der benötigten Luftmenge und Angebot durch Fensterbauer für einen aktiven Schalldämmlüfter von Sigenia Aubi AEROMAT 100 (Kosten ca. 750 EUR). Achtung: Durch den Einbau in den Fensterfalz mußte eine neue, schmalere Fensterscheibe eingebaut werden. Hierdurch fielen weitere Kosten an. Ich habe mich auch gleich für eine neue Schalldämmverglasung entschieden.

3. Nach ca. 2 Wochen wurde das passgenaue Lüftungsgerät eingebaut: Alte Fensterscheibe raus, Schalldämmlüfter im Falz verschraubt, neue Fensterscheibe rein, Dichtungen und Silikonarbeiten ausgeführt. Stecker rein und fertig.

Der ganze Vorgang hat ca. 2,5 Stunden gedauert. Dreck oder Schmutz gab es während der Installation keinen.

Nun stelle ich abends immer artig den Lüfter auf mittlere Stufe, da der integrierte Ventilator schon Eigengeräusche produziert, die aber auf unterster oder mittlerer Ventilation durchaus keine Lärmbelästigung für mich darstellt. Es ist ein leises “Brummen” zu hören, welches durchaus auch einschläfernd wirkt….

Bis dato hatte ich sehr ruhige Nächte und morgens war auch noch die Luft angenehm frisch.

 

Energie-Einsparpotenzial bei Haushalten entspricht Jahresstrommenge von drei AKWs

“Haushaltsgeräte tauschen, Ökostrom bestellen, Heizung optimieren – für Privathaushalte gibt es viele Möglichkeiten, die persönliche Energiewende einzuläuten. Mit aktivem Energiesparen und einer verbesserten Energieeffizienz kann jeder helfen, unabhängiger von Atomstrom und Energieimporten zu werden, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH. Das Einsparpotenzial im privaten Bereich liegt bei 24 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht etwa der Strommenge, die von drei Atomkraftwerken pro Jahr erzeugt wird. ”

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen

meint

Ihr

Achim Schillak

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admin am 13.04.2011 in Allgemein, Energie sparen

Energieberater: Vom Schein und Sein

Okay, wir haben gelernt: Wo Doktor draufsteht, muss nicht unbedingt Doktor drin sein. Und englische Prinzen verhalten sich nicht immer märchenhaft. Dass vieles mehr zu sein scheint, als es tatsächlich ist, weiß natürlich jeder. Aber der Glaube an das vermeintlich Gute steht dieser einfachen Erkenntnis eben doch immer mal wieder im Weg. „Lernen mit Schmerzen“, heißt es da.

Schmerzhafte Erfahrungen hätte beinahe auch der Eigentümer eines 12-Familienhauses gemacht. Zur Sanierung seiner Immobilie holte er sich Rat bei einem Energieberater. Dieser entwickelte ein sehr „eigenwilliges“ Konzept zur Gebäudedämmung und zur Anlagentechnik: Als Heizungssystem empfahl er Pelletkessel oder ein kleines Blockheizkraftwerk – ansonsten sah er sich gar nicht in der Lage, die Bestätigung für die KfW auszustellen. Bei seinem Konzept ging der Berater von wärmeschutzverglasten Fenster im Gebäude aus. Die Realität sah aber anders aus: Das Gebäude war isolierverglast und die vorhandenen Kellerräume boten kaum Platz für Pellets…

Der schlichte Grund für diese komplette Fehleinschätzung: Der selbst ernannte Berater hatte sich das Gebäude selbst nie angesehen. Er entschied nach Aktenlage, nicht nach eigenem Urteil und Vor-Ort-Besuch. Zum Glück schaltete ein aufmerksamer Handwerker gerade noch rechtzeitig einen qualifizierten Energieberater ein. So blieb es beim Konzept – die Umsetzung mit Gas-Brennwerttechnik wurde billiger und von der KfW abgenommen.

Leider sind solche Fälle nicht selten. Der Begriff „Energieberater“ ist nicht geschützt und so verkauft sich manch einer besser als ihm zusteht. Das kann teuer werden. Also: Augen auf bei der Energieberaterwahl! Wer die Bafa-Zulassung nicht vorweisen kann, sollte besser nicht an ihrem Bauvorhaben mitwirken. Vielleicht findet er ja Anhänger in der Politik, oder beim Adel…

Herzliche Grüße,

Ihre Cordula Schorsch

Photovoltaik: Wer zahlt die Zeche?

Nach jedem Rausch folgt der Kater. Das ist, zugegeben, keine besonders originelle Erkenntnis. Aber ist es nicht verblüffend, dass man diese Weisheit tatsächlich immer wieder bestätigt bekommt? Diesmal bei einem Thema, bei dem wir das nicht vermutet hätten – bei der Photovoltaik.

Eine wilde Party stieg da in den vergangenen Jahren auf Deutschlands Dächern, immer mehr Solarmodule wurden in der Erwartung gesetzlich abgesicherter Renditen montiert. Bei Herstellern, Installateuren und Hausbesitzern knallten die Korken, Politiker und Öffentlichkeit feierten munter mit, weil die Rettung des Weltklimas näher zu rücken schien. Von 5,3 Gigawatt Leistung, die 2008 installiert waren, stieg der Wert in 2009 auf 9,8 und prognostizierten 17 Gigawatt in 2010. Aber so langsam nüchtern manche Beteiligte wieder aus und fragen sich: Wer zahlt eigentlich die Zeche?

Na ja, auch das steht im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es ist der Verbraucher, es sind wir alle. Und wie hoch ist die Zeche? 2011 um stattliche 70 Prozent höher als in 2010. In konkreten Zahlen: Die EEG-Umlage“, mit der die Einspeisevergütung für regenerativ erzeugten Strom auf alle Verbraucher umgelegt wird, steigt von 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Das liest sich harmlos, summiert sich für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden aber auf Mehrkosten von 60 Euro im Jahr, für Unternehmen, zumal im produzierenden Gewerbe, natürlich ein Vielfaches.

Aber ist es nicht wunderbar, wenn immer mehr Strom regenerativ erzeugt wird? Sagen wir’s mir Radio Erivan: Im Prinzip ja“. Aber finden wir es wirklich angemessen, wenn nur ein Prozent der Stromerzeugung in Deutschland im vergangenen Jahr mit 2,5 Milliarden Euro gefördert wurde? Sonnenstrom, erinnern wir uns, ist nun mal der mit Abstand teuerste regenerativ erzeugte Strom.

Jetzt aber dringen wieder Stimmen der Vernunft durch. Eine gehört Professor Fritz Vahrenholt, Chef der RWE-Tochter Innogy, deren Geschäftsfeld der Ausbau der Erneuerbaren ist. Für ihn gleicht die EEG-Umlage einer milliardenschweren sozialen Umverteilung: “Das Geld für die Umwandlung von Sonnenenergie wandert von den Bewohnern der Mietshäuser hin zu den Hausbesitzern, und zwar vornehmlich denen in Süddeutschland.” Das sieht mittlerweile auch der Deutsche Mieterbund so. “Wir brauchen dringend einen Deckel für die Solarförderung”, sagte Sprecher Ulrich Ropertz der Frankfurter Rundschau. Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur dena, unterstützt die Forderung, freilich aus anderem Grund: Wir bekommen durch die Photovoltaik ein Riesenproblem in den Netzen, das bisher kaum beachtet wurde: Sie stehen vor der Überlastung durch Sonnenstrom.“

Kommt jetzt also der Kehraus? Ach was, die Party geht weiter! Auf 8 Milliarden Euro schätzt die Bundesnetzagentur die Kosten, die 2011 für Solarstrom anfallen werden – trotz deutlich sinkender Einspeisevergütung! Und der Zubau geht fast ungebremst weiter. Initiativen der politisch Verantwortlichen, ihm einen Riegel vorzuschieben? Derzeit nicht auf der Agenda.

Na, dann Prost!

meint Ihr

Achim Schillak

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admin am 19.11.2010 in Energiepolitik, Solarenergie

Energiesparen mit kleinen Helferlein

Eigentlich ist die Sache ja ganz einfach: Wenn ich ein Zimmer verlasse, mache ich das Licht aus. Wenn ich nicht mehr fernsehe, schalte ich das Gerät ab. Wenn ich lüfte, drehe ich die Heizung runter. Wenn ich meine Arbeit am Computer verrichtet habe, schicke ich ihn in den Ruhestand. Undsoweiter undsofort. Auf diese Weise spare ich Strom, schone meine Geldbeutel und die Umwelt. Kommt Ihnen bekannt vor? Na klar, das muss man heute wirklich keinem mehr erzählen. Aber warum tun viele von uns (und ich muss mich ausdrücklich dazu zählen) es dann trotzdem nicht? Aus Bequemlichkeit, aus Unachtsamkeit, weil wir uns etwas anderes angewöhnt haben – nichts ist ja so zäh wie eine Angewohnheit.

Was tun? Lassen Sie sich helfen!

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Fürs Kaminfeuer gelten neue Gesetze

Wenn jetzt der Herbst kommt, die Tage kürzer und die Abende kälter werden, dann finden viele von uns Behaglichkeit an einem knisternden Feuer im Kamin oder Kaminofen, die in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden sind. Die Verfeuerung von Holz in so genannten Kleinfeuerungsanlagen in Räumen setzt jedoch verschiedene Luftschadstoffe wie Feinstaub frei und führt zu Geruchsbelästigungen – und dies in zunehmendem Maße. Das hat den Gesetzgeber auf den Plan gerufen. Und so gelten seit diesem Jahr neue Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid. Wer die nicht einhält, muss alte Anlagen nachrüsten oder stilllegen.

Mit der Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung werden die Vorgaben für Öfen und Heizungen, in denen feste Brennstoffe wie Holz verfeuert werden, an die technischen Möglichkeiten, die wir heute haben, angepasst. Die Verordnung sieht vor allem anspruchsvolle Emissionsgrenzwerte für Staub vor. Die können von neuen Heizungen, Kaminöfen oder Kachelofeneinsätzen in der Regel ohne Staubfilter erreicht werden. Aber auch für alte Anlagen wurden Grenzwerte festgelegt. Kann der Besitzer eine Bescheinigung des Herstellers vorlegen oder per Vor-Ort-Messung beweisen, dass sein Ofen die Grenzwerte einhält, ist alles gut. Kann er das nicht, steht eine Sanierung oder ein Austausch an – allerdings mit sehr großzügigen Fristen. So muss ein Ofen, der bis 1974 aufgestellt wurde, erst bis 2014 nachgerüstet werden, einer aus dem Jahr 1984 sogar erst bis 2017. Da ist also noch eine Menge Zeit.

Die muss man vielleicht nicht ausschöpfen, denn der Feinstaub und die Emissionen sind ja tatsächlich eine Bedrohung der Gesundheit. Was man allerdings sofort tun sollte: sich an die wichtigen Regeln zum Betrieb eines Kamins, Kachel- oder Kaminofens zu halten. Zunächst ist es ratsam, einen offenen Kamin mit einer geschlossenen Brennkammer auszustatten. Ein geschlossener Kamin nutzt nämlich die Wärme viel besser, die Luftzufuhr lässt sich einfacher regeln, und der Wirkungsgrad steigt. Geschlossene Kamine sind auch besser für Raumluft und Gesundheit. Denn je heißer die Verbrennung, desto geringer der Schadstoffausstoß des Ofens.

Wichtig für eine umweltgerechte Verbrennung ist aber natürlich auch das Holz selbst. Es muss mindestens zwei Jahre trocken gelagert werden, um eine Restfeuchte von maximal 20 Prozent aufzuweisen. Solches Holz ist natürlich teurer als frisch geschlagenes, weil der Händler entsprechende Lagerflächen und Holzbestände vorhalten muss. Achten Sie aber nicht nur auf die Restfeuchte, sondern auch die Holzart: Eiche, Buche, Birke und Obstholz sind wegen der Energieausbeute und des schönen Flammenbildes besser geeignet als Nadelholz.

Übrigens: Auch wenn Sie sich an alle Regeln halten, heißt das nicht, dass jeden Abend der Kamin knistern darf. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Rheinland-Pfalz ist das an höchstens acht Tagen im Monat für jeweils fünf Stunden erlaubt. Wenn Ihre Nachbarn sich daran stören könnten, dass der Kamin bei Ihnen häufiger brennt, dann sollten Sie also auf jeden Fall dafür sorgen, dass er nicht qualmt …

Herzlich, Ihr Sven Rohde

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admin am 4.10.2010 in Allgemein

Interessante Umfrageergebnisse: Energiesparen ist angesagt

Für die allermeisten Menschen ist der Schritt ins Wohneigentum die größte Investition des Lebens. Dass sie sich lohnt, ist vielfach belegt. Denn in den eigenen vier Wänden zu wohnen, bedeutet nicht nur eine deutliche Steigerung der Lebensqualität, sondern ist zudem ein wichtiger Teil der Altersvorsorge. Allerdings eine, für die sich die meisten von uns erst einmal ziemlich krummlegen müssen. Und darum soll es hier gehen.

Denn dessen sind sich Immobilienkäufer natürlich durchaus bewusst. Und entwickeln Strategien, wie sie das zu erwartende Loch im Portemonnaie stopfen oder jedenfalls nicht zu groß werden lassen. Die meisten, ergab eine repräsentative Umfrage eines Immobilienfinanzierers, wollen bei Auto und Urlaub sparen sowie seltener ausgehen. An vierter Stelle der privaten Sparpakete kommt aber schon die Energie im Haushalt.

Das finde ich spannend. Denn hier verbinden sich zwei Interessen auf das Schönste: die Investition in ein gutes Leben und die Vorsorge im Alter mit dem Schutz vor dem Klimawandel (also einem guten Leben für uns alle).

Tatsächlich sind die Einsparpotenziale im Haushalt erheblich. Dazu finden Sie auf energiewelt.de eine Vielzahl nützlicher Informationen. Sie helfen Ihnen zu niedrigeren Heiz- und Stromkosten – ohne Komfortverlust. Denn das ist ein entscheidender Unterschied zu den drei anderen Sparmaßnahmen: Auf das neue Auto, den Urlaub oder den Besuch von Theater, Oper oder Rockkonzert zu verzichten, ist ja tatsächlich ein Verlust. Wirksames Energiesparen dagegen bedeutet einfach nur eine Umstellung des Verhaltens.

Weil aber der Zeitpunkt des Immobilienkaufs zugleich optimal ist, um auch in die Energieeffizienz von Haus oder Wohnung zu investieren, sei auch dieses Potenzial zur langfristigen und nachhaltigen Senkung der Energiekosten wieder einmal erwähnt. Trotz der Einschränkung vieler Förderprogramme kann man immer noch Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für Maßnahmen bekommen, um Wärmedämmung, Heizung oder Fenster zu sanieren. Auch wenn es die anfängliche Belastung nach dem Immobilienerwerb zusätzlich in die Höhe treibt: Schon nach wenigen Jahren haben Modernisierer diese Investition wieder drin und sparen von da an kräftig.

Die Bayern scheinen diesen Zusammenhang besonders gut erfasst zu haben – auch das ein Ergebnis einer Meinungsumfrage. Danach legen 65 Prozent der Deutschen legen beim Kauf einer Heizung vor allem Wert auf niedrigere Heizkosten. Dass auch der Umweltschutz eine ausschlaggebende Rolle spielt, ist für die meisten Befragten Konsens: 62 Prozent achten auf eine umweltfreundliche Technologie. Spitzenreiter sind hier eben die Bayern: Fast drei Viertel von ihnen sprechen sich für eine „grüne“ Investition aus, wie sie etwa eine Kombination aus Brennwertkessel und Solaranlage darstellt. Dagegen bevorzugt nur ein Drittel der Berliner diese ökologisch besonders lobenswerte Lösung.

Sie sind auch noch nicht überzeugt? Schauen Sie doch einmal hier, welche guten Argumente es für eine energetische Modernisierung gibt.

Herzlich,

Ihr Sven Rohde

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admin am 27.09.2010 in Allgemein, Energie sparen

Streit um Fördermittel: die nächste Runde…!

Fast möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen, liebe Leser des energiewelt.de-Blogs: Immer wieder geht es hier um Förderprogramme für energetische Sanierung, darum dass sie gestoppt, diskutiert, neu konzipiert und anders wieder freigegeben werden. Ist es nicht mal genug? Das können Sie mich mit Recht fragen. Aber was soll ich machen: Jetzt ist der Haushalt 2011 vom Bundestag verabschiedet worden, und der hat auch für dieses unser Lieblingsthema eine wichtige Bedeutung.

Denn er sieht vor, das Programm von 1,35 Milliarden Euro im laufenden Jahr auf nur noch 436 Millionen Euro im kommenden Jahr zurückfahren. Bundesbauminister Peter Ramsauer von der CSU hat das natürlich verteidigt. Freilich mit einer seltsamen Begründung: Das Programm für die Gebäudesanierung sei 2009 „ein Renner gewesen”, weshalb Mittel für die Jahre 2010 und 2011 vorgezogen worden seien. Diese stünden nun nicht mehr zur Verfügung. „Jetzt müssen wir sehen, wie wird damit zurechtkommen.”

Müssen wir das erst sehen? Wir wissen es doch schon: Das Geld wird nie und nimmer reichen. Ich kann Ihnen, liebe Leser, also wirklich nur dringend raten, anstehende Modernisierungen zügig mit einem Energieberater durchzuplanen, die nötigen Anträge zu stellen und so hoffentlich noch in den Genuss der Förderung zu kommen. Jetzt muss es schnell gehen.

Die Begleitmusik aus der Bundesregierung in dieser Causa ist dabei reichlich dissonant. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat laut Medien vor einigen Wochen in einem internen Arbeitspapier deutliche Kritik an dieser Kürzung geübt. Wenn Deutschland seine ambitionierten Klimaschutzziele verwirklichen wolle, müssten dauerhaft wieder zwei Milliarden Euro pro Jahr für das Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung stehen, forderte Röttgen demnach in dem Papier. Das ist die Summe, die bereits 2009 an Fördergeld für die Gebäudesanierung zur Verfügung stand. Und selbst einer der Staatssekretäre aus Ramsauers eigenem Ministerium soll eine massive Erhöhung der Gebäudesanierungs-Mittel gefordert haben: auf drei Milliarden Euro jährlich.

Recht hat der Mann, sagen wir da, aber es ist in der Politik bekanntlich nicht immer die Vernunft, die sich durchsetzt. Gerade das Hickhack um Fördertöpfe hat uns das mal wieder gelehrt.

Ach ja, und falls Sie’s nicht ohnehin schon wissen: Vor einigen Tagen hat dieselbe Bundesregierung, die jetzt die Mittel kürzt, den Plan verkündet, bis zum Jahr 2050 den Wärmebedarf der Gebäude in Deutschland um 80 Prozent zu senken. Bis dahin sollen alle Häuser sogenannte Nullenergiehäuser werden. Wann wollen wir damit loslegen? Nach den nächsten Haushaltsberatungen?

Herzlich,

Ihr Sven Rohde

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admin am 17.09.2010 in Allgemein, Förderung