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Interessante Umfrageergebnisse: Energiesparen ist angesagt

Für die allermeisten Menschen ist der Schritt ins Wohneigentum die größte Investition des Lebens. Dass sie sich lohnt, ist vielfach belegt. Denn in den eigenen vier Wänden zu wohnen, bedeutet nicht nur eine deutliche Steigerung der Lebensqualität, sondern ist zudem ein wichtiger Teil der Altersvorsorge. Allerdings eine, für die sich die meisten von uns erst einmal ziemlich krummlegen müssen. Und darum soll es hier gehen.

Denn dessen sind sich Immobilienkäufer natürlich durchaus bewusst. Und entwickeln Strategien, wie sie das zu erwartende Loch im Portemonnaie stopfen oder jedenfalls nicht zu groß werden lassen. Die meisten, ergab eine repräsentative Umfrage eines Immobilienfinanzierers, wollen bei Auto und Urlaub sparen sowie seltener ausgehen. An vierter Stelle der privaten Sparpakete kommt aber schon die Energie im Haushalt.

Das finde ich spannend. Denn hier verbinden sich zwei Interessen auf das Schönste: die Investition in ein gutes Leben und die Vorsorge im Alter mit dem Schutz vor dem Klimawandel (also einem guten Leben für uns alle).

Tatsächlich sind die Einsparpotenziale im Haushalt erheblich. Dazu finden Sie auf energiewelt.de eine Vielzahl nützlicher Informationen. Sie helfen Ihnen zu niedrigeren Heiz- und Stromkosten – ohne Komfortverlust. Denn das ist ein entscheidender Unterschied zu den drei anderen Sparmaßnahmen: Auf das neue Auto, den Urlaub oder den Besuch von Theater, Oper oder Rockkonzert zu verzichten, ist ja tatsächlich ein Verlust. Wirksames Energiesparen dagegen bedeutet einfach nur eine Umstellung des Verhaltens.

Weil aber der Zeitpunkt des Immobilienkaufs zugleich optimal ist, um auch in die Energieeffizienz von Haus oder Wohnung zu investieren, sei auch dieses Potenzial zur langfristigen und nachhaltigen Senkung der Energiekosten wieder einmal erwähnt. Trotz der Einschränkung vieler Förderprogramme kann man immer noch Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für Maßnahmen bekommen, um Wärmedämmung, Heizung oder Fenster zu sanieren. Auch wenn es die anfängliche Belastung nach dem Immobilienerwerb zusätzlich in die Höhe treibt: Schon nach wenigen Jahren haben Modernisierer diese Investition wieder drin und sparen von da an kräftig.

Die Bayern scheinen diesen Zusammenhang besonders gut erfasst zu haben – auch das ein Ergebnis einer Meinungsumfrage. Danach legen 65 Prozent der Deutschen legen beim Kauf einer Heizung vor allem Wert auf niedrigere Heizkosten. Dass auch der Umweltschutz eine ausschlaggebende Rolle spielt, ist für die meisten Befragten Konsens: 62 Prozent achten auf eine umweltfreundliche Technologie. Spitzenreiter sind hier eben die Bayern: Fast drei Viertel von ihnen sprechen sich für eine „grüne“ Investition aus, wie sie etwa eine Kombination aus Brennwertkessel und Solaranlage darstellt. Dagegen bevorzugt nur ein Drittel der Berliner diese ökologisch besonders lobenswerte Lösung.

Sie sind auch noch nicht überzeugt? Schauen Sie doch einmal hier, welche guten Argumente es für eine energetische Modernisierung gibt.

Herzlich,

Ihr Sven Rohde

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admin am 27.09.2010 in Allgemein, Energie sparen

Streit um Fördermittel: die nächste Runde…!

Fast möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen, liebe Leser des energiewelt.de-Blogs: Immer wieder geht es hier um Förderprogramme für energetische Sanierung, darum dass sie gestoppt, diskutiert, neu konzipiert und anders wieder freigegeben werden. Ist es nicht mal genug? Das können Sie mich mit Recht fragen. Aber was soll ich machen: Jetzt ist der Haushalt 2011 vom Bundestag verabschiedet worden, und der hat auch für dieses unser Lieblingsthema eine wichtige Bedeutung.

Denn er sieht vor, das Programm von 1,35 Milliarden Euro im laufenden Jahr auf nur noch 436 Millionen Euro im kommenden Jahr zurückfahren. Bundesbauminister Peter Ramsauer von der CSU hat das natürlich verteidigt. Freilich mit einer seltsamen Begründung: Das Programm für die Gebäudesanierung sei 2009 „ein Renner gewesen”, weshalb Mittel für die Jahre 2010 und 2011 vorgezogen worden seien. Diese stünden nun nicht mehr zur Verfügung. „Jetzt müssen wir sehen, wie wird damit zurechtkommen.”

Müssen wir das erst sehen? Wir wissen es doch schon: Das Geld wird nie und nimmer reichen. Ich kann Ihnen, liebe Leser, also wirklich nur dringend raten, anstehende Modernisierungen zügig mit einem Energieberater durchzuplanen, die nötigen Anträge zu stellen und so hoffentlich noch in den Genuss der Förderung zu kommen. Jetzt muss es schnell gehen.

Die Begleitmusik aus der Bundesregierung in dieser Causa ist dabei reichlich dissonant. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat laut Medien vor einigen Wochen in einem internen Arbeitspapier deutliche Kritik an dieser Kürzung geübt. Wenn Deutschland seine ambitionierten Klimaschutzziele verwirklichen wolle, müssten dauerhaft wieder zwei Milliarden Euro pro Jahr für das Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung stehen, forderte Röttgen demnach in dem Papier. Das ist die Summe, die bereits 2009 an Fördergeld für die Gebäudesanierung zur Verfügung stand. Und selbst einer der Staatssekretäre aus Ramsauers eigenem Ministerium soll eine massive Erhöhung der Gebäudesanierungs-Mittel gefordert haben: auf drei Milliarden Euro jährlich.

Recht hat der Mann, sagen wir da, aber es ist in der Politik bekanntlich nicht immer die Vernunft, die sich durchsetzt. Gerade das Hickhack um Fördertöpfe hat uns das mal wieder gelehrt.

Ach ja, und falls Sie’s nicht ohnehin schon wissen: Vor einigen Tagen hat dieselbe Bundesregierung, die jetzt die Mittel kürzt, den Plan verkündet, bis zum Jahr 2050 den Wärmebedarf der Gebäude in Deutschland um 80 Prozent zu senken. Bis dahin sollen alle Häuser sogenannte Nullenergiehäuser werden. Wann wollen wir damit loslegen? Nach den nächsten Haushaltsberatungen?

Herzlich,

Ihr Sven Rohde

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admin am 17.09.2010 in Allgemein, Förderung

Und schon wieder ein Förderstopp, diesmal in NRW

Es sind aufregende Zeiten für Menschen, die ein Haus bauen, kaufen oder umbauen wollen, zumindest wenn man auf staatliche Fördermittel angewiesen ist und mit ihnen kalkuliert hatte. Wer den Energiewelt-Blog verfolgt hat, kennt die Historie – und sie wird fortgesetzt. Denn jetzt hat auch das Land Nordrhein-Westfalen, genauer: das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr ein Förderprogramm gestoppt. weiterlesen »

Förderstopp der KfW: neue Strategie für Modernisierer

Es ist ziemlich ruhig geblieben. Kein Aufschrei in den Medien, mit dem der Förderstopp für Einzelmaßnahmen der bundeseigenen KfW-Förderbank kommentiert wurde. Immerhin zitierte die Süddeutsche Zeitung Klaus Wiesehügel, Chef der Gewerkschaft IG Bau mit den Worten: “Das wird die Bundesregierung keinem Hausbesitzer, keinem Handwerker und keinem Umweltschützer erklären können.“ Es sei völlig widersinnig, ein so zentrales Förderprogramm einzustellen, weil es zu erfolgreich sei. Recht hat der Mann. Aber wird das etwas bewegen? Es muss wohl erst noch ein Sturm der Entrüstung losbrechen, um wie bei der für einige Woche gestoppten Förderung für erneuerbare Energien eine Umkehr der politisch Verantwortlichen zu bewirken. Und wenn es nicht geschieht? Dann brauchen Modernisierer eine neue Strategie für ihr Sanierungsprojekt. weiterlesen »

Wichtige Änderung bei der KfW-Förderung! Und keine gute!

Wir gewöhnen uns langsam daran: Nichts bleibt, wie es ist, und wer die Jagd nach staatlichen Fördermitteln nicht als sportlichen Wettkampf (sollen wir sagen: Rattenrennen?) begreift, dem drehen die Haushälter des Bundes gerne mal eine Nase. Du hattest, lieber Bauherr, lieber Modernisierer, mit unserem Geld gerechnet? Na, hättest du dich besser mehr beeilt. Jetzt gibt’s leider nichts mehr. weiterlesen »

Bauen und Modernisieren – nur mit Qualitätskontrolle!

Ich hatte es in diesem Blog schon häufiger geschrieben: Der Fortschritt bei Materialien und Technologien, die einem Haus, ob neu oder alt, zu mehr Energieeffizienz verhelfen können, ist rasant. Es ist ein sinnvoller Prozess, der sich da vollzieht: Im ersten Schritt streben Wissenschaftler und Ingenieure nach immer besseren Fenstern, Dämmstoffen oder Wärmepumpen. Dann erkennt der Gesetzgeber die Möglichkeiten und verschärft die Vorschriften in der Energieeinsparverordnung. Und so kommen die neuen Materialien und Technologien schließlich am Bau zu Einsatz. Und so wird schließlich alles gut. Oder? weiterlesen »

Photovoltaik ist vielfältig einsetzbar

Wenn jetzt die Sonne vom Himmel brennt, dann drehen die Stromzähler der Photovoltaik-Anlagen auf Hochtouren, rentieren sich die Investitionen in diese Zukunftstechnologie umso schneller (die Entdeckung des sogenannten photovoltaischen Effekts verdanken wir übrigens Albert Einstein, der hierfür – und nicht etwa für seine Relativitätstheorie ! – den Nobelpreis bekam). Und weil bis Ende September noch höhere Einspeisevergütungen für neu installierte Anlagen gezahlt werden, brummen nicht nur die Stromzähler, sondern auch die Geschäfte der Installateure. weiterlesen »

Die Brücke in die eigenen vier Wände

Studien und Meinungsumfragen, die den Wissensstand der Deutschen beleuchten, sind doch immer wieder interessant – auch und vor allem für Leute wie uns, die sich tagtäglich mit derselben Materie befassen (Sie dürfen das ausnahmsweise mal „Fachidiot“ nennen). Heute erreichte mich diese Nachricht:

„Die Mehrheit der Deutschen kennt sich kaum mit Fördermöglichkeiten beim Immobilienerwerb aus. Wie die repräsentative Baugeldstudie 2010 des Vermittlers HypothekenDiscount zeigt, sind vor allem die gängigsten Unterstützungen wie KfW-Kredite und Wohnriester bekannt. Über finanzielle Unterstützung und preiswertes Bauland von Kommunen weiß jeder Dritte Bescheid. Gerade noch jeder Fünfte ist informiert, wenn es um verbilligte Kredite vom Arbeitgeber und der Kirche geht.“ weiterlesen »

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admin am 21.07.2010 in Allgemein, Förderung

Wie gut vertragen sich Architektur und Energieeffizienz?

Neulich war ich Zeuge einer interessanten Diskussion: Ein Architekt und ein Energieberater debattierten heftig über den Sinn und die Ästhetik von energetischer Modernisierung. „Wenn immer mehr Ziegelmauerwerke hinter Wärmedämmverbundsystemen verschwinden“, schimpfte der Architekt, „zerstören wir die Identität unserer Dörfer und Städte, vernichten wir kulturelle Leistungen, die in Jahrhunderten erarbeitet wurden.“ Der Energieberater hielt dagegen: „Wenn wir den Wärmebedarf unserer Altbauten nicht drastisch senken, dann werden die Auswirkungen des Klimawandels viel mehr zerstören als nur kulturelle Leistungen.“ Es ging hoch her, und nach den Wärmedämmverbundsystemen kamen die Photovoltaik-Module auf den Tisch (bildlich gesprochen), die immer mehr Dächer vor allem im ländlichen Raum prägen. Der Architekt wetterte dagegen, der Energieberater eiferte dafür.

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admin am 16.07.2010 in Allgemein, Bauen & Sanieren