der Blog mit Energie


„Die Energiewende ist eine Art Friedensprojekt“

Bei unserer Veranstaltungsreihe „Nachhaltigkeit & gut?“ am 2. Juni wird unter anderem auch Claudia Kemfert mitdiskutieren. Wir haben Kemfert, Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance, im Vorfeld interviewt  Der erste Teil ist bereits erschienen, nun, in Teil zwei, geht es um Akzeptanz der Energiewende und Digitalisierung:

Frau Kemfert, wer profitiert von der Energiewende, wer sind die Verlierer?
CLAUDIA KEMFERT: Also Gewinner sind diejenigen, die die Chancen rechtzeitig erkennen und entsprechend investieren. Und Verlierer sind alle, die die Vergangenheit mit ihren veralteten Methoden und Produkten besonders lang zu konservieren versuchen. Zum Vergleich: Heute arbeiten knapp 50.000 Menschen in der Kohleindustrie und über 350.000 im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Zeiten, in denen große Energiekonzerne gigantische Oligopol-Gewinne, denn so muss man es ja nennen, mit abgeschriebenen und hoch subventionierten Atomkraftwerken gemacht haben, sind eindeutig vorbei. Die neue Energiewelt hat nichts mehr mit der alten zu tun. Hier ist innovatives Management gefragt. Diejenigen, die das erkannt haben, sind auch eindeutig die Gewinner.

Claudia kemfert ist überzeugt: "Die Digitalisierung ist eine riesen Chance für die Energiewende." Foto: Jens Gyarmaty

Claudia Kemfert ist überzeugt: “Die Digitalisierung ist eine Riesenchance für die Energiewende.” Foto: Jens Gyarmaty

Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Akzeptanz

„Die ersten Meter sind geschafft.“

Claudia Kemfert ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance sowie Leiterin der Energieabteilung am DIW und wird am 2. Juni bei einer weiteren Veranstaltung unserer Reihe „Nachhaltig & gut?“ auf dem Podium sitzen. Wir haben im Vorfeld mit ihr über den Stand der Energiewende gesprochen:

Frau Kemfert, für Politiker und Unternehmen ist es gerade ein großes Thema, dass Energie nachhaltig wird. Sind wir auf dem richtigen Weg?
CLAUDIA KEMFERT: Die Richtung stimmt! Mit der bisherigen Energiewende ist es gelungen, dass der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung mittlerweile bei 30 Prozent liegt. Das ist schon ein Erfolg. Jetzt geht es darum, das Energiesystem von morgen zu bauen. Denn das hat wenig mit dem von gestern oder heute gemeinsam. Es muss dezentral, flexibel und dynamisch sein – im Gegensatz zum bisherigen System, das ja eher durch Zentralität und Inflexibilität gekennzeichnet war. Wir werden ein effektives Energiesystem, gutes Last-Management, also eine intelligente und flexible Steuerung des Stromverbrauchs, und mittelfristig auch mehr Speicher brauchen. Wir haben gerade erst angefangen: Die ersten Meter sind geschafft, es liegen aber auch noch zahlreiche vor uns.

Claudia Kemfert ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit sich auszahlen wird. Foto: Stanislav Jenis

Claudia Kemfert ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit sich auszahlen wird. Foto: Stanislav Jenis

Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Akzeptanz

Künstler fordern mehr Lichtkultur, damit nicht „alles immer hell“ ist

Mit ihrer vierten Ausgabe festigten die Macher der „Gespräche zur Lichtkultur“ einmal mehr den Ruf ihres Formats als Pilotplattform für alle Fragen zeitgenössischer Lichtgestaltung im öffentlichen Raum. Auf der Bühne des Essener Grillo-Theaters sprach Moderator Dennis Köhler vom Lichtforum NRW mit dem Krefelder Medienkünstler Nils Voges, dem Hamburger Lichtkünstler Michael Batz und mit der Zürcher Autorin Dr. Bernadette Fülscher über Licht-Spielräume zwischen Bühneninszenierung und Stadtgestaltung.

Bild 1 von 11

Das „4. Gespräch zur Lichtkultur“ auf der Bühne des Grillo-Theaters in Essen. Fotos: Frank Vinken | dwb

Weiterlesen ›

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Innovation