der Blog mit Energie


Ein Forum für die regionale Energieavantgarde

Über 30 Menschen aus Verwaltung, Bürgerschaft, Politik und Energiebranche beteiligten sich am ersten Energieforum der Energieavantgarde Anhalt e. V. „Ein schöner Auftakt“, fand Rolf Henning, Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Vereins, der selbst mit den Teilnehmern an der Vision der Energieavantgarde Anhalt arbeitete und mit ihnen eine “Reise ins Jahr 2025″ unternahm, um die Zukunft der dezentralen Energieversorgung zu planen.  Wie die aussah lesen sie im Blog der Avantgarde.

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Neben diesen eher spielerischen Visionen ging es beim Forum aber auch um harte Fakten. Vorgestellt wurden die Arbeitsergebnisse der vergangenen Monate, rund um die Herausforderungen einer regionalen Energiewende. Im Fokus standen die angestrebte Sektorkopplung, bei der Strom, Wärme und Mobilität eine Einheit bilden, sowie der regionale Balancekreis, in dem Energieflüsse in Anhalt genau erfasst und dargestellt werden. Letzterer ist die wichtigste Voraussetzung für die notwendige regionale Netzstabilität. Ein Innovationswettbewerb für Geschäftsmodelle zum Nutzen der Gemeinschaft rundete das Programm ab und bot die Gelegenheit eigene Ideen einzubringen und sich miteinander zu vernetzen. “Schließlich wollen wir hier auch Menschen zusammen bringen und sie aktiv an den Ideen und Vorhaben der Energieavantgarde beteiligen,” so Hennig.

Ende Januar 2017 geht es weiter

Der Energieavantgarde Anhalt e. V. setzt sich dafür ein, dass die Energie in der Region produziert und verbraucht wird, sodass nicht nur auf den kostenintensiven Bau langer Stromtrassen verzichtet werden kann, sondern vor allem auch die Wertschöpfung vor Ort verbleibt. Damit sie erfolgreich ist, wird es auch darauf ankommen, möglichst viele Bürgerinnen und Bürgern ganz konkret mit ihren Ideen, ihrem Engagement an der Energiewende vor Ort zu beteiligen. Die öffentlichen Energieforen, mit denen nun nach der Findungs- und Strategiephase des Vereins gestartet wurde, laden daher jedermann ein, sich zu informieren und zugleich aktiv einzubringen. Das nächste soll Ende Januar 2017 stattfinden.

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“Wir wollen die Menschen zusammen bringen und sie aktiv an den Ideen und Vorhaben der Energieavantgarde beteiligen.”

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“Wir erzählen die Geschichte permanenter Energiewenden”

Ungerade Jahre haben den Ruf latenter Langeweile: Es gibt keine Fußball-WM, keine EM und nicht einmal Olympische Spiele. Auf 2017 freuen wir uns dennoch besonders, denn kommendes Jahr eröffnet im LVR Museum Oberhausen die von uns geförderte Ausstellung „Energiewenden – Wendezeiten“. Ein Gespräch mit Museumsdirektor Walter Hauser:

Herr Hauser, wie weit sind Sie mit der Vorbereitung für die „Energiewenden“-Ausstellung?
WALTER HAUSER: Es geht langsam in die heiße Phase. Das Projekt läuft für uns ja schon bald zwei Jahre – was man sich schwer vorstellen kann bei einer Ausstellung, die erst im Oktober 2017 eröffnet. Aber von der der Ideenfindung über das Fundraising bis zur Suche nach passenden Exponaten dauert es eben einige Zeit. Gerade kümmern wir uns um das Design, also die Art der Präsentation.

Warum haben Sie den Herbst 2017 für die Eröffnung gewählt?
Dabei hatten wir ein wichtiges Datum für die Region im Blick: Die letzte Steinkohlezeche im Ruhrgebiet schließt – übrigens bei uns um die Ecke in Bottrop – in 2018. Und dieses sicherlich sehr prominente Kohleausstiegs-Jahr wollen wir hier einläuten. Es geht uns nicht darum, das Sterbelied anzustimmen, sondern wir wollen darauf hinweisen, dass wieder einmal eine ganz besondere Wende ansteht, grad für die Region. Daher ja auch der Titel „Energiewenden“.

Walter Hauser leitet das LVR-Industriemuseum in Oberhausen

LVR-Industriemuseum Walter Hauser freut sich auf das nächste Jahr und die Ausstellung. | Foto: Jürgen Hoffmann

Bewusst im Plural…
Genau, denn wir erzählen nichts anderes als die Geschichte permanenter Wenden. Unsere Heimatstadt Oberhausen etwa hat sich in als Industriestandort ständig neu erfinden müssen. Rheinland und Ruhrgebiet ebenfalls, denn beides sind die Regionen, die von unterschiedlichsten Energiegewinnungsarten am stärksten geprägt worden sind: Nehmen Sie die Montan-Industrie hier im Ruhrgebiet oder das Rheinische Revier mit den größten Tagebauen und dem stärksten Kraftwerkspark in Deutschland. Oder den Niederrhein mit seinen Windmühlen und das Bergische Land als Region der Wassermühlen. In der Nordeifel lief Anfang des 20. Jahrhunderts das damals größte Speicher-Wasserkraftwerk Europas.
Und was oft vergessen wird, ist, dass NRW die deutsche Region war, die mit Volldampf ins Atomzeitalter wollte. In Kalkar war der erste schneller Brüter geplant. Hochtemperatur-Reaktoren sollten hier entstehen – zu der Zeit die neueste AKW-Technik, die es gab. Diese Euphorie umfasste die verschiedensten Branchen: Hier in Oberhausen etwa haben die alten Giganten der Schwerindustrie wie GHH und Babcock plötzlich Reaktor-Druckbehälter gebaut. Weiterlesen ›

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Rückschau auf François Morellet und die Kunst des lichtgewordenen Zufalls

Vor einem Jahr hat der Direktor des Zentrums für Internationale Lichtkunst, John Jaspers mit François Morellet die Retrospektive zu dessen 90. Geburtstag geplant. Am 11. Mai ist der einflussreiche Lichtkünstler aus dem französischen Cholet im Département Maine-et-Loire – wenige Tage nach seinem Neunzigsten – verstorben. Das Ausstellungsprojekt stand kurz auf der Kippe.

Heute (23.9.), um 19 Uhr, wird die großartige Rückschau „Morellet“ in Unna eröffnet. Kommen Sie vorbei! 

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François Morellets „Lamentable Ø 650 cm blanc“ im Zentrum für Internationale Lichtkust in Unna. Fotos: Frank Vinken | dwb

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