Kochtöpfe der Kulturen

Genießen verbindet – dieser Gedanke steht im Städtischen Familienzentrum Erftstadt Willy-Brandt-Straße zurzeit im Mittelpunkt. Hier im Rheinland im Westen von Köln sind Mütter eingeladen, an einer internationalen Kochgruppe teilzunehmen.

Andere Küchen, andere Sitten: Diese südländischen Speisen isst man mit den Fingern

weiterlesen »

Keine Kommentare

Redaktion am 16.05.2012 in Soziales

Bronnbacher Stipendium: Im besten Fall entsteht eine Sehnsucht nach Kunst

Am 9. Mai 2012 fand an der Ruhr-Universität Bochum die Abschlussfeier des 5 Jahrgangs des von der RWE Stiftung geförderten Bronnbacher Stipendiums statt. Das Programm ermöglicht den Stipendiaten ein Jahr lang einen intensiven Einblick in zeitgenössische Kunst. Als Stipendiaten ausgewählt wurden Studierende und Promovierende aus verschiedensten fachlichen Disziplinen. Das Besondere daran: von der Wirtschaftswissenschaft über die Medizin bis hin zur Chemie handelt es sich dabei gerade um „kunstferne“ Fächer. Im Laufe der vierzehn Abend- und Wochenendveranstaltungen begegneten sie Künstlern und Kulturschaffenden, setzten sich mit einzelnen Werken und spezifischen Positionen auseinander und nahmen auch selbst aktiv an künstlerischen Workshops teil.
Das fünfjährige Bestehen des Stipendiums ist Anlass genug einmal nachzufragen. Beim Kurator Dr. Sven Sappelt, der das Stipendium an der Ruhr-Universität Bochum aufgebaut hat und bis heute leitet. Und bei den ehemaligen Stipendiaten. Was passiert, wenn „Fachfremde“ auf zeitgenössische Kunst treffen?

5 Jahre Bronnbacher Stipendium sind eine lange Zeit und viele Erfahrungen. Was waren aus deiner Sicht die Highlights des Programms?

Sven Sappelt: Im Laufe von fünf Jahren kommen natürlich etliche Veranstaltungen zusammen. Wir haben Kulturmetropolen wie Berlin, Wien, Paris, Istanbul und Stockholm besucht; mit eindrucksvollen Persönlichkeiten wie Nele Hertling, Heiner Goebbels und Matthias Lilienthal gesprochen und mit jüngeren Künstlern wie Doris Dziersk, Herbordt & Mohren, Maxi Obexer, FÖN und Jan Wagner zusammengearbeitet. Da fällt es schwer, einzelnes besonders hervorzuheben.

Du arbeitest mit Studierenden und Promovierenden aus verschiedenen Fachbereichen. Wie ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit?

Sven Sappelt: Zunächst einmal versuche ich die Stipendiaten gar nicht als Studierende zu sehen, sondern als Menschen mit individuellen Biografien und besonderen Begabungen. Das schafft schon einmal viele Gemeinsamkeiten. Dass sie sich um eine Teilnahme an dem Programm bewerben müssen, gewährleistet, dass sie freiwillig kommen und wirklich etwas wissen möchten. Für mich bedeutet das wiederum, dass ich auch etwas bieten muss, da sie ansonsten einfach wegbleiben. Dieses gegenseitige Interesse ist eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Stipendiaten-Statement Nr. 1

Während des Bronnbacher Stipendiums lernten wir eine Reihe von intelligenten und kreativen Köpfen kennen, sowohl unter den Mitstipendiaten als auch unter unseren Gesprächspartnern bei den wöchentlichen Exkursionen. Das alles gab mir viele Denkanstöße mit und zeigte mir, wie ich in gewissen Situationen das Beste aus mir raushole. Seit dem Bronnbacher Stipendium bin ich sensibler für kulturelle und politische Themen und habe eine Meinung zu Themen, denen ich früher gleichgültig oder unwissend gegenüber stand. Außerdem nehme ich aktiver am kulturellen Leben meiner Stadt teil und bin motivierter mich sozial zu engagieren. Nicht zuletzt lernte gute Freunde fürs Leben kennen.

Kerstin Poggemann (26); 3. Bronnbacher Jahrgang; Studiengang: Humanmedizin; berufliche Tätigkeit: Assistenzärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in Berlin

Grenzen überschreiten

weiterlesen »

Keine Kommentare

Sarah Meyer-Dietrich am 14.05.2012 in Bildung, Kultur

Willkommen im Wohnzimmer

„Es wird privat”, versprechen die Kuratorinnen der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen mit der aktuellen Ausstellung „AT HOME, der Blick durchs Schlüsselloch, Wohnen im Ruhrgebiet – gesehehen durch die Kunst”. Zum Thema werden 220 Arbeiten von 65 (Foto-)Künstlern gezeigt. Darunter auch Mischa Kuball und Sebastian Mölleken. Kuball zeigt einen Ausschnitt aus seinem grandiosen, von der RWE geförderten Kulturhauptstadt-Projekt  „New Pott. 100 Lichter / 100 Gesichter”. Mölleken, 2010 der zweite VISIT-Künstler der RWE-Stiftung, präsentiert mit Oliver Blobel die gemeinsame Semesterarbeit „Nachbarschaft. Im Emscherbruch” aus dem Jahr 2008.

 „AT HOME”-Plakatmotive von Jörg Winde: Tante Änne. Wohnung Trosin. Gelsenkirchen aus 1994, Vintage-Print einer analogen Großformat-Fotografie.

In Oberhausen zeigt Mischa Kuball wohl die aktuellste und authentischsen Einblicke in Wohnzimmer der Ruhrgebiets, wenn 100 Migrantenfamilien aus 100 Nationen ihre Geschichte erzählen. Der Düsseldorfer Fotograf Egbert Trogemann hat die Bilder und Videos gemacht. Seine schwarzweißen Fotografien kontrastieren die Interviewsituation mit den leeren Wohnräumen, aufgenommen aus exakt derselben Perspektive mit derselben Belichtung im selben Format.

Sebastian Mölleken und Oliver Blobel ist es zu verdanken, dass wir uns nicht nur von den Bewohnern in den Fenstern ihrer Zechenhäuser im Herner Emscherbruch ein Bild machen können, sondern auch von den Zimmern dahinter. Die beiden Fotodesigner haben Licht gemacht und sich mit einem Hubsteiger auf Augenhöhe mit ihren Motiven begeben. Das Resultat sind seltsam helle und lebendige Bilder. Im Fenster liegen nicht mehr  nur  die Menschen, sondern auch ein kleiner Teil ihrer ganz privaten Welt dahinter. Auf der Pressekonfenz zur Oberhausener „AT HOME”-Ausstellung am Donnerstag haben die beiden übrigens ihren Dozenten an der Fachhochschule Dortmund getroffen. Prof. Jörg Winde lehrt dort Fotodesign und zeigt seine Fotoserie „Tante Änne” aus den Jahren 1992 bis 1994 ebenfalls im Erdgeschoss der Ludwiggalerie. Das Plakatmotiv  (oben) stammt aus dieser Serie. Retro-Stimmung und Farbstich sind analog-authentisch und können von keiner app der welt erzeugt werden, ob wohl das immer wieder versucht wird.

Überdies ist „AT HOME” sehr sehenswert und bietet viel Kunst pro Quadratmeter Wohnfläche. Von der klassischen journalistischen Auffassung der Ruhrgebietsfotografie-Ikonen Manfred Vollmer, Achim Pohl, Jürgen Leiendecker, Marga Kingler und Brigitte Krämer über die formale Strenge der Bechers bis zu den verspielt-ironischen Kunst-Stücken von Judith Saupper und dem hinreißenen „skribblegebibble” von David Janzen und Simon Mellnich. Denen gelingt es mit ihrer Arbeit „April, Mai, Juni 2011”, dem Kulturwandel im Revier eine pointierte Rückkopplung zu verpassen. Ganz schön schrill – wie Rückkopplungen eben so sind – erweitern sie Omas Kitsch-Couch mit schlichtesten Mitteln zu einem kleinen Steam-Punk-Uniersum samt Tagebau im klaffenden Polster, Baumaschinen aus Pappkarton und einem wattedampfenden Zug nach nirgendwo. Wandel durch Industriekultur mal ganz anders. Herrlich.

Die Bilder:

Nun möchte ich diesen Weblogeintrag nicht endgültig abspeichern, ohne zwei Dinge angemerkt zu haben.

Erstens wird “AT HOME” am 20. Mai, dem kommenden Sonntag der RuhrKunstMuseen, um die die Ausstellung „Mein liebstes Stück” erweitert. Gezeigt werden Dinge mit Geschichte aus dem Privatbesitz freiwilliger Ruhrgebietsbewohner. Noch bis Ende August können sich Interessierte daran beteiligen und das Bewerbungsformular auf dieser Seite  der Ludwiggalerie herunterladen. Dort finden sich auch alle Termine der Museumspädagogik von Wohnsinn! bis Luftschloss DreiTausendZwölf.

Zweitens könnte diese Aktion den Gelsenkirchener-Barock-Faktor im Schloss Oberhausen beträchtlich senken. Gut möglich, ich habe 2010 einfach zuviel Aufbruchstimmung inhaliert, oder zuviel junges Ruhrgebiet erlebt, dass auch gut in Hamburg oder Berlin spielen könnte. Vielleicht bin ich auch einfach nicht jung genug. Sicher ist aber eins. Ich kann diese bräsigen Sessel und Sofas, diese schrecklichen Furniermöbel vor tristen Tapeten nicht mehr sehen. Ich wünsche mir eine Ausstellung über das Wohnen im Ruhrgebiet mit Kunstwerken und Bildern nicht älter als, sagen wir mal, fünf Jahre. Die darf dann auch ruhig „ZU HAUSE” heißen, mit einer kleinen und gut recherchierten historischen Abteilung. Da kommen dann die Möbel von Omma rein und gut ist.

 

Keine Kommentare

Frank Vinken am 12.05.2012 in Allgemeines, Kultur

“Kinderkulturpass”: So spannend ist die eigene Stadt

Dass unser Förderprogramm „Lichtpunkte“ nun auch in NRW angekommen ist, hatten wir hier ja bereits berichtet. In lockerer Folge wollen wir hier im Blog nun die neuen Projekte vorstellen. Los geht es heute in Bielefeld:

Lernen und Spaß haben – die Angebote in Bielefeld verbinden beides

Bibliothek, Stadtpark oder Naturkundemuseum kann man vielerorts kostenlos oder für ein geringes Entgelt erkunden – trotzdem kennen sich viele Familien in Deutschland vor ihrer Haustür nicht aus. Das will das „DRK Familienzentrum Kita Weltweit“ in der Bielefelder Innenstadt ändern. Welche Vorteile es hat, einen kostenlosen Bibliotheksausweis zu besitzen oder wie schön ein Familienpicknick im Tierpark sein kann, möchte das Team der Einrichtung zeigen.

Dazu startet das Zentrum mit dem „Kinderkulturpass“ ein Projekt für die ganze Familie: Kleine Gruppen von Eltern und Kindern werden eingeladen, interessante und informative Orte in der Umgebung zu entdecken – immer mit fachkundige Begleitung, versteht sich.

Abwechslung für Eltern UND Kinder – das ist der Gedanke des Kulturpasses

Bei Burgführungen oder Wanderausflügen am Obernsee im Bielefelder Norden beispielsweise kommen nicht nur die Kleinen auf ihre Kosten, auch Eltern haben hier die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre mit anderen Familien Gespräche zu führen.

Wir von der RWE Stiftung halten das Projekt für vorbildlich, weil es Eltern und Kinder anspricht, weil es vorhandene Ressourcen nutzt und weil es Spaß und Bildung vereint. Daher zählt es zu den neuen „Lichtpunkte“-Projekten in NRW.

Das “Lichtpunkte”-Progamm ist eine Kooperation von RWE Stiftung und DKJS

Besonderes Angebot des Zentrums: Am Ende ihres Kita-Jahres bekommen alle Mädchen und Jungs am Übergang zur Grundschule einen Kinderkulturpass als Anerkennung, in dem festgehalten wird, welche kulturellen Orte die kleinen Leute bereits kennen.

Hat einer von Ihnen hier im Blog bereits beim Kinderkulturpass-Programm mitgemacht? Uns würden Ihre Erfahrungen interessieren! Gerne einfach hier als Kommentar posten.

 

Keine Kommentare

Redaktion am 10.05.2012 in Soziales

Lichtgestalten im Revier

Markus Lüpertz im Osthaus Museum Hagen, Heinz Mack im Museum Ostwall im Dortmunder U. Zwei Künstler der alten Schule werden mit großen Ausstellungen im Revier geehrt. Und diese “alte Schule” erscheint jünger und dynamischer denn je.

Bereits mit der Retrospektive “Im göttlichen Licht“, die im letzten Jahr in Den Haag zu sehen war, stellte Malerfürst Lüpertz unter Beweis, dass seine Bilder noch immer vor Kraft strotzen. Teile dieser Ausstellung – ergänzt um neue Arbeiten – hat nun Tayfun Belgin unter dem Titel “Der gemalte Horinzont” ins Osthaus Museum nach Hagen geholt.

 

Von Den Haag nach Hagen: Markus Lüpertz Retrospektive (Foto: Frank Vinken)

 

Mittlerweile umfasst Lüpertz’ Werk wohl mehr als 15.000 Arbeiten: Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Bühnendekorationen, Kostüme, Gedichte, sogar Kirchenfenster – doch aufhören? Für ihn undenkbar.  Sein Kosmos wächst weiter und seine Werke finden Anerkennung im In- und Ausland. Vielleicht gerade weil er jemand ist, der sich jeder Strömung des Zeitgeistes widersetzt. Seine Kunstwerke sind keine Kommentare zu zeitgeschichtlichen Ereignissen und mit ihrer Farbigkeit und Kraft verweisen sie gern auf etwas Höheres. Hermes, Herkules, Merkur sind feste Akteure in Lüpertz’ göttlicher Komödie, die noch bis 29. Juli in Hagen aufgeführt wird. Zum Mitnehmen sei der schöne Ausstellungskatalog empfohlen, der nicht zuletzt durch die Förderung der RWE realisiert werden konnte.

Auch zur Ausstellung “Zwischen den Zeiten” des Malers und Bildhauers Heinz Mack ist ein schöner Katalog erschienen – ebenfalls mit Unterstützung der RWE. Kein Wunder, geht es doch auch hier um Energie in ihrer schönsten Form: Farbe und Licht.

 

Heinz Mack vor seinem “Garten Eden” (Bild Ruhr Nachrichten, Tilman Abegg)

 

Kinetische Objekte, Lichtskulpturen und Malerei von den 70er Jahren bis heute werden auf der 6. Etage des Dortmunder U präsentiert. Silbern spiegeln die Steelen in der großen Eingangshalle das Licht, rechst geht es in den Dunkelraum, wo es bunt blitzt und schillert, ruhig und golden die Stimmung dagegen im Sahara-Raum. Hier wird der Besucher mit den Ergebnissen aus Macks frühen Experimenten in der Wüste konfrontiert. Mack, er ist eben nicht nur Maler und Bildhauer, er ist auch Forscher. Die Dortmunder Ausstellung bietet für dieses umfangreiche Werk einen sehr schönen Überblick und zeigt Arbeiten, die noch nie oder schon lange nicht mehr zu sehen waren.

Wie Belgin in Hagen konnte auch Direktor Kurt Wettengl aus einem nahezu unerschöpflichen Werk auswählen. Es ist ihm und seiner Co-Kuratorin Katja Knicker dabei gelungen, den zahlreichen Geburtstagsausstellungen des vergangenen Jahres neue Aspekte hinzuzufügen.

Anlaß für die Ausstellung, die ebenfalls noch bis zum 29. Juil zu sehen sein wird, war übrigens die Verleihung des mit 25.000 Euro dotierten Kunstpreis der Kulturstiftung Dortmund  an Heinz Mack. Bei der Preisverleihung am 6. Mai gehörte die Bühne dann aber auch noch einer jungen Frau. Der Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro ging an Roseline Rannoch, von der wir – wenn es nach Jurymitglied Kay Heymer (Leiter zeitgenössische Kunst im Museum Kunstpalast Düsseldorf)  geht – noch viel hören werden. Sie bekam ihr Schaufenster auf der 4. Etage im U und überzeugt dort mit Arbeiten voller Witz und Gespür für Materialität. Von der Decke baumelt ein Spongebob in Silber. Er scheint aus einer anderen Welt. Ein Schelm, wer jetzt an den Tele Mack denkt.  :)

 

Kommentare deaktiviert

Daniela Berglehn am 7.05.2012 in Kultur

Das Energie-Interview mit Marion Prinz

„Energie ist ein Thema, das alle angeht“

Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin aus Bochum ist Leiterin der Rechnungswesen Governance der RWE AG. Zusätzlich ist Marion Prinz seit 2011 Geschäftsführerin der RWE Stiftung und betreut vor allem die finanzielle Unterstützung der durch die Stiftung geförderten Projekte.

 

Marion Prinz, seit einem Jahr Geschäftsführerin der RWE Stiftung

 

Seit einem Jahr sind Sie Geschäftsführerin der RWE Stiftung. Wie haben Sie in dieser Zeit die Entwicklung der Stiftung erlebt?

Ich habe erlebt, dass die RWE Stiftung ihr Profil weiter geschärft hat. Durch die Fokussierung in den drei Förderfeldern Bildung, Kultur und Soziales ist eine sehr intensive Betreuung der Projekte möglich. Dadurch hat die Stiftungsarbeit inhaltlich gewonnen.

weiterlesen »

Kommentare deaktiviert

Redaktion am 3.05.2012 in Allgemeines

Ehrenamt ist nicht umsonst (zu haben)

Wie lässt sich bürgerschaftliches Engagement besser fördern? Wie motiviert man Menschen zum Ehrenamt? Darüber diskutierten bei der Berliner Stiftungswoche jetzt Verantwortliche aus Stiftungen, Ehrenamtliche und Politiker. Ein Beitrag unserer Gastautorin Christine Plaß:

Fische sezieren, TV-Dokus filmen, Fußballspielen. Flexibilität ist für Anna Vatankhah Berufsalltag. Als Projektleiterin des Knowledge Clubs Berlin an der Richard-Grundschule in Neukölln leitet sie dort Studenten an, die nachmittags Freizeitaktivitäten anbieten – ehrenamtlich versteht sich.

Die Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und wollen ihre Talente und Interessen fördern. Mit dem Film „Lottokönig Abdallah“ kamen die Kids von der Richard-Schule sogar in die Tagespresse. Anna Vatankhah hatte Filmschaffende von „Arte“ und „Tatort Leipzig“ gewonnen, die mit den Grundschülern drehten. Doch TV-Dokus filmen und mit Kindern arbeiten, die sich, wie Schulleiterin Marita Holt es freundlich ausdrückt, „oft erst einmal von ihrer herausfordernden Seite zeigen“, sind zweierlei paar Schuhe. Als Sonderpädagogin gibt Anna Vatankhah Tipps, wie man „die Kinder kriegen kann“. Sie weiß: „Es ist eine große Herausforderung für die Ehrenamtlichen. Das ist auf gar keinen Fall nur Spaß, sondern harte Arbeit.“

 

Großes Podium für das Thema Ehrenamt: Die Experten diskutierten im ZDF-Hauptstadtstudio

 

weiterlesen »

Kommentare deaktiviert

Redaktion am 2.05.2012 in Bildung, Soziales

Von Hochbegabung bis Chancengleichheit: Worüber Stiftungen bloggen

Unser Lesetipp für alle, die heute am Feiertag Zeit haben: Nicht nur unsere Stiftung blogt, auch andere tummeln sich mit interessanten Angeboten im Social Web. Empfehlenswert sind beispielsweise diese sechs:

 

 

Bertelsmann-Stiftung
Der Bildungs-Blog “Vielfalt Lernen” widmet sich der Frage, wie mit der zunehmenden Heterogenität der Schüler konstruktiv umzugehen ist und wie Unterschiedlichkeit und multikulturelle Strukturen befruchtend sein können. Uns gefällt zum Beispiel der aktuelle Beitrag zu “Chancengerechtigkeit in der Bildungsrepublik Deutschland“.

***

 

weiterlesen »

Kommentare deaktiviert

Redaktion am 1.05.2012 in Bildung, Kultur, Soziales

Das Zitat mit Energie

Zum Wochenende mal wieder ein „Energie-Beitrag“ der anderen Art. Wir haben Impulse gesucht, die nicht von uns, sondern z. B. von Philosophen, Autoren oder auch Wissenschaftlern stammen. Sie alle haben sich mit dem Thema Energie aus verschiedenen Perspektiven beschäftigt. Kennen Sie auch ein schönes Zitat zum Thema? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.

„Meiner Idee nach ist Energie die erste und einzige Tugend des Menschen.“

Wilhelm von Humboldt (1767 – 1835), deutscher Philosph und Sprachforscher

 

Kommentare deaktiviert

Daniela Berglehn am 27.04.2012 in Allgemeines, Kultur

Rap auf schwarzem Marmorboden

Die Ausstellungen im RWE Foyer Dortmund waren schon immer abwechslungsreich – aber Streetart und Rap? Das ist neu. Wer Lust hat kann heute abend ab 19 Uhr live erleben, wie Gregg, Slyte und Cognac zusammen mit Boris Gott den Nordstadtrap präsentieren.

 

Heute abend gehts ab: Rap, Streetart – in jedem Fall “Trashic”

Alle sind eingeladen, die einmal einen Blick auf die Dortmunder Nordstadt werfen wollen, der frei von Vorurteilen, aber nicht unbedingt ohne Klischees ist. Mit einem Augenzwinkern präsentieren sich die Jugendlichen “trashic” auf einem roten Sperrmüllsofa, drücken ihre Gefühle durch Streetart aus oder beschreiben ihren Alltag mit der Fotoreportage “Hannibal-Helden”. Ein Interview mit Ulrich Sierau, dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, und eine Reportage mit Hauptkommissar Jäger von der Wache Nord runden das Bild ab.

“Ich sehe was, was Du nicht siehst” – so der Titel der Ausstellung, der uns die Augen öffnen soll. Entstanden sind die Werke im Rahmen von “Nordwerkstadt“. Die Fotografin Iris Wolf und die Journalistin Barbara Underberg sind die Köpfe dieser Initiative und begleiteten die Jugendlichen über mehrere Monate in zahlreichen Workshops. Sie arbeiten in und mit der Nordstadt und wollen die zu Wort kommen lassen, die sonst nicht gefragt werden: “Wird sonst häufig von außen über den Dortmunder Norden geschrieben und geurteilt, will “Nordwerkstadt“ den Stadtteil gemeinsam mit den Menschen, die hier leben, anders erlebbar machen und aktiv gestalten”, so Underberg.

In dem spannenden Ausstellungsprojekt setzen die jungen Menschen aus der Nordstadt, den oft negativen Schlagzeilen über ihren Stadtteil, nun ihre eigene Sicht entgegen. Mit den ausgestellten Werken beschreiben sie ihre Perspektive, ihre Meinungen und Sehnsüchte. Die Arbeiten geben einen Einblick in ihre Welt, ihre Generation und ihr durch die äußeren Umstände geprägtes Lebensgefühl.

Ein Projekt, das Anerkennung und viel Aufmerksamkeit verdient – findet jedenfalls Hanns-Ferdinand Müller, Vorstandssprecher der RWE Vertrieb AG: „Es war uns wichtig, dieses Nordstadt-Projekt hier zu uns in die Innenstadt zu holen. Die Themen und Ideen der Jugendlichen sollen nicht nur da diskutiert und gesehen werden, wo sie weitgehend bekannt sind.“ Er wird die Ausstellung heute abend gemeinsam mit Sierau eröffnen.

Alle Beteiligten hoffen nun auf zahlreiche Besucher, die sich selbst ein Bild machen. Zu entdecken gibt es einiges.

Wo? RWE Vertrieb, Foyer, Freistuhl 7, 44137 Dortmund, ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei 

 

Kommentare deaktiviert

Daniela Berglehn am 26.04.2012 in Kultur